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Von Charleston zu den Outer Banks

Wer Savannah schätzt und Beaufort mag, wird Charleston lieben. Ein grandioses Städtchen, von vielen als die schönste Stadt Amerikas bezeichnet, trägt diesen Titel nicht zu unrecht. Die alten Straßenzüge sind an Romantik nicht zu schlagen, überall atmet es Geschichte und Vergangenheit. Aber wir rennen nur kurz durch die Stadt, dann macht uns die Hitze platt. Frei nach dem Motto „Run, Forest, run!“ lassen wir uns im gekühlten Restaurant von Bubba Gump nieder. Seltsam, wenn man sich an den Film erinnert und plötzlich mittendrin ist. Der hier servierte Burger ist übrigens der Beste, den wir je gegessen hatten. Und Vorsicht – die für lasche 8$ angebotene Nachspeise Alabama Mud Pie ist eine Eistorte der yum-yum Extraklasse für 4 Personen. Wir kämpften tapfer fast alles weg.

Mittlerweile ist es enorm heiss geworden. Es war richtig, die Reisezeit hier auf Ende Mai zu planen – später wäre mit Kleinkind zu heiss. Wir entspannen am luftigen neuen Waterfront Park, trösten uns mit einem Dukin Donut über den letzten Abend in dieser schönen Antebellum-Gegend.

Ein ziemlich krasses Gegenteil von Charleston ist Myrtle Beach – eine der großen Destinationen für günstigen Massenurlaubs lassen wir auf unserem Weg nach Outer Banks links liegen. Die Dimensionen dieser Urlaubshölle zeigen sich, als wir eine geschlagene halbe Stunde die Hauptstraße entlang fahren – und sich Fast-Food-Ketten, Beach-Stores und Adventure-Minigolfplätze dermaßen nahtlos aneinanderfügen, daß nirgendwo auch nur ein Salatblatt dazwischen passt. Unglaublich!

Ein paar Kilometer weiter machen wir einen obskuren Zwischenstopp. Natürlich muss man eine alte Plantation besichtigen, wenn man schon in der Gegend ist. Wir entscheiden uns gegen einen teuren Touristen-Magneten und steuern die Hamilton Plantation an. Sie ist eine State Historic Site und somit frei zugänglich. Fast jedenfalls. Zuerst gilt es, mit dem schweren Campmobil eine sandige Zufahrt zu meistern, anschließend muss man Barrieren an Stechmücken durchbrechen. Mit DEET-gesättigtem Mückenspray kein Problem. Dann stehen wir, mitten im Wald, vor einer tollen alten Villa. Wir lernen, daß die ganze riesige Plantation gerade mal drei Familien reich gemacht hat. Wenige Meter abseits befinden sich die vermoderten alten Gräber der Ahnen. Schaurig, und so fahren wir wieder ab!

Weiter geht es mit der Fähre auf die Outer Banks – ein einsamer und ruhiger Strandstreifen vor der Ostküste. Die nächsten Tage versprechen, sehr angenehm zu werden.

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