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Rollende Touristen und Großstadt-Fische

Nach einigen sehr fahraktiven Tagen ist heute nur ein kleiner Abstecher drin. Nach der ersten Woche Camping warten die klassischen Housekeeping-Angelegenheiten auf uns. Wir fahren also zurück in das perfekte Touristendorf Helen, Wäsche waschen in einem typischen Waschsalon.  Es ist ja Memorial-Weekend, und so herrscht in diesem Tourinest ein riesen Trubel. Die Hauptstraße wird bevölkert von Harleys, auf den Gehsteigen rollen die dem Gefühl nach sehr häufig übergewichtige Touristen, um im Schatten bei einem saftigen Hamburger etwas Abkühlung zu finden. Es ist mittlerweile Mittags und somit enorm heiss, wir platzen fast in der Hitze auf dem zentralen Markplatz. Spontan rücken wir ab und verkriechen uns im klimatisierten Campmobil. Mittlerweile sind uns die Generatorkosten ziemlich egal, und so schalten wir ohne zu zögern die Klimaanlage ein. Spannend, wie schnell man sich an die hiesigen Sitten gewöhnt! Und es zeigt sich, daß unsere Kleine wesentlich besser isst, wenn es nicht so heiss ist. Ganz zu schweigen von uns beiden.

Am frühen Nachmittag brechen wir auf zu einem Highlight: Nach Atlanta, es ist nicht weit. Faszinierend sind die stellenweise 14 Fahrspuren des Highways (beide Autobahn-Seiten gerechnet). Im näheren Umkreis von Atlanta gibt es keine Campgrounds (mit einer Ausnahme – eine zum Rummelplatz umfunktionierte Riesenanlage). So kommen wir also endlich mal in den Genuss einer klassischen Walmart-Nacht. Der Stellplatz auf dem riesigen Walmart-Parkplatz ist doch ganz nett – Sicherheits-Beleuchtung die ganze Nacht, und schon morgens um vier wird um Dein Auto herum gründlich sauber gemacht, zusätzlich wärmt Dich die ganze Nacht der aufgeheizte Asphalt der Parkplätze. Nach einem kleinen Einkauf und Abendmahl lauschen wir den Umgebungsgeräuschen eines infrastrukturell günstig angebundenen Großmarkts und dämmern hinweg.

Am nächsten Tag erkunden wir die big city Atlanta und folgen zuerst einem Tip aus dem Reiseführer. In einem Hotel gibt es im 73-igsten Stock eine Aussichtsplattform. Der Ausblick ist gigantisch, wir geniessen den Blick. Ganz in der Nähe erspähen wir den Eingang zum Georgia Aquarium – und eine lange Schlange an Besuchern vor der Kasse, mitten in der prallen Sonne. Wir atmen durch! Da hat sich also die tagelange Suche nach einer Ausdruckmöglichkeit für die Web-Tickets doch gelohnt (ein Drucker gehört nunmal nicht zu unserer Standard Camping Ausrüstung…).

Das Aquarium ist an sich ein Disney – Waterworld. Wer mit dem Anspruch einer zoologisch-genauen Präsentation hunderter Fischarten rechnet, ist hier falsch. Wer jedoch großartige Aquarien mit kindgerechten Aufmachungen und fantastischen Riesen-Panorama-Aquarien mag, landet hier einen Volltreffer. Mächtige Rochen schweben durch das Wasser, Belugas zeigen Ihre Intelligenz, im „Tunnel“ ist der Fisch über dem Mensch. Auf jeden Fall ein Besuch wert!

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