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Die Bärenbrüder aus den Smokeys

Wie schon in den vergangenen zwei Tage, so bleibt es auch in diesen zwei Tage das Selbe – Kurven über Kurven auf dem schönen Blue Ridge Parkway, Scenic Views ohne Ende. Mittlerweile stellen wir aber fest, dass wir die „Kurvenfestigkeit“ des Wohnmobils etwas überschätzt haben. Wir kommen weit langsamer vorwärts als gedacht, und so vermerken wir in unserem Reisetagebuch: „Beim nächsten Mal eine Route mit weniger Kurven und längeren Standzeiten“. Als wir kurz vor Ende des Blue Ridge Parkways eine „Abkürzung“ zum Highway fahren wollen, entpuppt sich diese Strecke als finale Herausforderung in Sachen wohnmobiler Kurvenhatz.


Beim Clingmans Dome machen wir einen kleinen Ausflug bis hoch auf die Aussichtsterasse. Dort bläst uns der Wind fast wieder herunter, und so geht es auf den Rückweg – wo etwas Unglaubliches passiert. Wir wundern uns, warum eine Tanne, die keine 50 m von uns weg steht, so stark wackelt. Sekunden später entdecken wir nicht ein, sondern zwei Bärenjunge auf zwei benachbarten Tannen herumkraxeln. Uns verschlägt es den Atem. Der trockene Mund kommt in dem Moment hinzu, als wir realisieren, daß die Bären-Mama zwischen den Jungen und uns im Unterholz umherwandert. Zwar ist es „nur“ ein Schwarzbär, dennoch reicht das für mulmige Gefühle.

Nach diesem schönen Bären-Intermezzo fahren wir weiter. Im Deep Creek Campground überrascht uns ein Gewitter. Die Kleine schläft, wir geniessen Schokoladeneis, während der Regen aufs Dach prasselt. Schön!

Am nächsten morgen ziehen wir weiter, jetzt endlich in Richtung Süden! Doch zuerst gönnen wir uns ein richtiges Ami-Früshtück im Everetts Street Diner in Bryson City. Es gibt Bacon, scrambled eggs, hashbrowns, french toast, organce juice, coffee und eine Probierportion Grits – zwei Personen für zusammen 23$.

Bei trübem Wetter erreichen wir Helen und machn einen kurzen Stopp bei einem Biker-Store. Dort findet sich sogar ein offenes WLAN mit dem Namen „You have been hacked“, aber es funzt problemlos und wir kaufen die Karten im Internet fürs Aquarium in Atlanta – eine weise Entscheidung, wie wir noch sehen werden. Danach müssen wir lange einen Campground suchen, da aufgrund des Memorial Days viele Camps voll sind – wir nehmen uns vor, für das nächste Wochenende vorzubuchen.

Der Unicoi-Statepark bietet uns einen tollen Stellplatz mittem im Wald. Der Wald sieht nicht nur urwüchsig aus, er hört sich auch wie ein Urwald an. Seltsame Vögel hausen hier! Am späten Nachmittag gönnen wir uns eine schöne Runde Minigolf in einer richtig romantischen Anlage mit einem kleinen „Burgersnack“ von Wendys-Burger und ein großes Eis im Scoop de Scoop Ice Parlor.

Beim abendlichen Blick auf die Reiseroute sehen wir, daß die nächsten Tage fahrtechnisch etwas ruhiger werden. Es stehen einige Tage am gleichen Ort auf dem Plan, jedoch dazwischen auch mal größere Strecken zum Fahren. Das wird also etwas entspannter werden. Auf gehts!

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