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Outer Banks – Wo der Sand die Ruhe weg hat

Man stelle sich einen Landstrich vor, welcher im Wesentlichen aus einer Straße, einer großen Düne links und rechts davon sowie aus wenigen, weit entfernten Campingplätzen besteht. Dazu denke man sich einen sanften Wind, rauschende Wellen und einen langen Strand, feinsandig, so gut wie keine Menschenseele unterwegs. Willkommen in Ocracoke auf den Outer Banks.

Hier lassen wir einige Tage die Seele baumeln und das Campmobil so gut wie stehen. Die wilde Gegend fasziniert auf Anhieb. Man spürt die Kraft des Meeres, atmet den salzigen Wind und geniesst die Ruhe. Hier gibt es schlicht nichts, was einen ablenken könnte.

Und falls doch, dann sind es schön hergerichtete Sehenswürdigkeiten. Einen kleinen Ausflug zum Cape Hatteras Lighthouse beispielsweise.  Um den alten Leuchtturm zu schützen, wurde er vor einigen Jahren mehrere hundert Meter ins Landesinnere geschoben. Von oben hat man einen tollen weiten Blick über die Bucht.

So ruhig wie dieser Landstrich ist, sind es auch die kleinen Städte. Wir besuchen den Ort Ocracoke – es gibt immerhin eine Bar, ein paar Häuser und Motels. Hervorragend sind die Campingplätze – sie haben riesige Stellflächen, sind meist direkt hinter einer Düne am Meer und bieten durch große Abstände viel Privatsphäre. Dazugenommen die rauhe Natur und das Meer, fertig ist ein perfekter Strandurlaub. Sehr zu empfehlen ist z.B. der Campground Oregon Inlet am Nags Head.

Wir fahren die Outer Banks noch ein gutes Stück weiter bis Kitty Hawk – sehr berühmt unter dem Motto „First in Flight“. Zwei Brüder, besessen von der Idee des Fliegens, starteten hier vom Kill Devil Hill den ersten kontrollierten Motorflug.

In Manteo, ein schon gar nicht mehr so kleiner Flecken, gibt es ein sehr interessantes Exponat – ein Nachbau der Elizabeth II, ein Segelschiff aus dem 16. Jahrhundert. Wir stehen verwundert vor der kleinen Orginalgröße und staunen, daß mit dieser Nussschale einst pro Fahrt über 60 Personen über den großen Teich gefahren sind. Das ist unvorstellbar! Das Unterdeck, wo die 40 Passagiere bleiben mussten während der vier Wochen Passage, ist nirgends höher als 1.50m. Einen weiteren schönen Nachmittag verbringen wir am Coquina Beach.

Nach einer knappen Woche ziehen wir weiter und verlassen mit den Outer Banks eine Gegend, die wir nicht vergessen werden.

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