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Felsenwunderland Bryce Canyon und Monument Valley

That rocks. Und zwar im sprichwörtlichen Sinne. Am Vortag noch hat uns der sagenhafte Bryce Canyon mit einem wunderbaren Regenbogen empfangen.

Nun stehen wir vor der tollen Szenerie und schauen in die Ferne. Doch langsam und erstmal der Reihe nach. Wir werden noch am selben Tag ins Momument Valley fahren, daher entstand an diesem Tag doch ganz schön Strecke. Und es sollte noch spannend werden.


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Zurück zum Bryce Canyon! Wir waren uns am Anfang der Planung nicht sicher, ob wir den Zion NP vorziehen sollen oder etwa den in der Nähe befindlichen Grand Staircase Escalante NP. Im Nachhinein betrachtet war der Bryce aber ein Volltreffer und schenkte uns eine der schönsten Szenerien überhaupt auf dieser Reise. Warum? Seht selbst:

Wie wir feststellen, kann man hier sehr lange stehen bleiben und geniessen. Die Felsformationen sind unheimlich geometrisch und wunderschön. Der Ausblick ist fast ein wenig surreal. Trotzdem reissen wir uns los und gehen ein bisschen wandern. Der Upper Rim Trail führt uns passenderweise zum Inspiration Point und zu weiteren herrlichen Aussichtspunkten, welche eine Vogelperspektive erlauben. Doch wir kraxeln auch in die Tiefen des Bryce und marschieren den Navajo-Loop. Die Schluchten sind wunderschön, und leider auch hochgefährlich. Mittlerweile brennt die Sonne und es wird richtig bitter heiß. Wir ahnen, was in den nächsten Tagen so auf uns zukommen wird.

Es kommt fast ein bisschen Hektik auf, als wir uns auf dem Weg zum Monument Valley machen. Grund ist unser Camping-Führer, welcher uns verrät, dass es am Monument Valley genau ein Campground mit Duschmöglichkeiten gibt – aber genau 10 Meilen entgegengesetzt des Monument-Eingangs, der um Schlag 17 Uhr zumacht. Also stehen wir nach schon fünf Tagen ohne Dusche vor einer kniffligen Entscheidung:  Risiko, den Campground nach dem Monument-Besuch anzufahren, doch kein Platz zu bekommen und dann wo-auch-immer pennen müssen, oder nochmal auf die Dusche pfeifen und die Natur geniessen und den genannten „simple campground“ im Monument Valley suchen? Wir schauen uns in die Augen und entscheiden uns für Variante 2. Richtig solls gewesen sein!

Im Monument Valley räubern wir mit unserem SUV durch die Holperpisten und kriegen in der berühmten Gegend ein wenig Gänsehaut. Majestätische Felsdome ragen aus dem öden Nichts, und tatsächlich, man kennt die Gegend irgendwie. Wir fahren wieder zum Eingang zurück und suchen den Campground. Wir fragen ein paar Locals, und siehe da, der Campground ist nichts anderes als eine riesige, staubige Felsplatte direkt am Abhang vor den Toren zum Monument Valley. Wow! Wir sind sofort überwältigt, vergessen jegliche Duscherei und werfen mit Begeisterung unser Zelt direkt an die Felskante mitten in den Staub. Was für ein unglaublicher Ausblick! Der Abend zieht auf, und so sitzen wir im Freien, brutzeln kleine Steaks und lassen die Sonne hinter dem Monument Valley untergehen. Romantik in seiner schönsten Form. Dieser Campground krabbelt auf unserer Hitliste weit nach oben. (Anmerkung zum Foto – einer meiner ersten „Langzeit“-Belichtungen. Was wohl der kleine Streifen rechts oben ist…?)

Getoppt wird dieser phänomenale Abend nur noch durch den Morgen. Die Sonne linst hinter den ersten Monuments hervor, wir zippen das Zelt auf und lassen den Tag ganz langsam in unser Zelt kriechen. Die Bilder sind heute noch in unseren Köpfen wie eingebrannt. That really rocked!

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