Eine Spende für den Caprivi Zipfel

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

In „Täglich grüßt das Murmeltier“ klingelt der Wecker um 5.30 Uhr. Jeden Tag aufs Neue, unverrückbar. Fast so ähnlich ist es bei uns. 5.30 Uhr einmal mehr, und auf geht’s in den Tag. Hugo, der Reisegruppenführer mit dem Unimog, hat etwas Miliepap für uns übrig. Es ist eine seltsame Melange aus Mais und Milch und wird Ihrem Namen gerecht. Es macht papp satt. Aber die Energie brauchen wir auch – es warten mehr als 400 Kilometer heute auf uns. Auf dem Weg nach Rundu, fast auf der Hälfte des Caprivi-Zipfels, fahren wir auf einer „B“-Straße, also einer großen, wichtigen, geteerten Verkehrsverbindung. Wir sind erstaunt, wie lebendig eine „B“ sein kann. … Continue reading

Etosha-Löwen und Abenteuer-Vorbereitungen

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Einmal mehr stehen wir früh auf und genießen so schon um sechs Uhr in der Früh unser Frühstück. Wir wundern uns selbst wo wir diese Energie hernehmen. Die Sonne geht auf und taucht unser staubiges Brot in tolle Farben. Glücklicherweise ist es wirklich nur die Sonne, das Brot selbst ist farbenlos… Wir gehen wieder auf Pirsch – und verfahren uns trotz GPS, was eine echte Meisterleistung darstellt. Irgendwo sind wir falsch abgebogen und sehen irgendwann das pure „Nichts“ vor uns. Das kann nicht stimmen, wir kriegen etwas Bammel, also drehen wir um. Unverhoffter Weise werden wir dafür auch noch grandios belohnt. Am Tsumcor Wasserloch befinden sich 14 Löwen, ein schlicht … Continue reading

Etosha Teil 2 – Wasserloch-Hopping

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Man will ja nix verpassen bei einem solchen Urlaub. Also haben wir schon am Vortag Frühstücksbrote vorbereitet, um keine Zeit zu verlieren auf dem Weg zum Camp-eigenenWasserloch. Also tigern wir hochmotiviert in aller Herrgotts-Frühe los uns warten.. Doch es bleibt leer, und mit zunehmender Kälte, die uns in die noch nicht ganz wachen Knochen kriecht, gehen wir zurück zu unserem Mobil und machen uns auf den Weg nach Namutoni, unserem nächsten Stützpunkt im Etosha-Park. Stundenlang kurven wir auf staubigen Schotterpisten von Wasserloch zu Wasserloch. Ohne Glück. Es zeigt sich auch nicht ein Tier. Nicht mal ein Tierchen. Nichts. Das Spassbarometer sinkt bedenklich, hoffend auf ein wenig mehr Glück kurven wir … Continue reading

Etosha – Willkommen im Reich der Tiere

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

So gemütlich und lecker der Abend ausgeklungen ist, so fängt der Morgen an. Nach zwei Wochen einfachsten Frühstücks stehen wir in der Otitotongue-Lodge vor dem Büffet und staunen. Kalte und heiße Milch, warmer, krosser Toast, Brötchen und Müsli, wir wähnen uns immer noch in Träumen. Wir verputzen eine Menge und würden uns am liebsten nochmal schlafen legen. Aber nein, nein, es ruft das Abenteuer. Nach einem kurzen Abschied nehmen wir Kurs ins Reich der Tiere – der Etosha-Park wartet auf uns! Die Strecke ist durchgängig geteert, es dauert nicht lange bis wir am Anderson-Gate einchecken und uns ein wenig mit der lokalen Behörde herumbalgen. Eine Reservierung ist an einem falschen … Continue reading

Otitotongue – Die Geparden sind los

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Schon bei der Abfahrt von der Meile 72 wird klar: Die Pisten heute werden staubig, heiss und leer. Und so ist es tatsächlich den gesamten Vormittag. Kilometer um Kilometer gähnende, erfrischende Leere. Eine fantastische Sicht jagt die nächste. Manchmal wähnt man sich auf dem Mond, machmal muss es wohl der Mars sein. Bei Kamanjab tanken wir auf und machen ein kurzes Pistenfrühstück. Es ist was es ist – ein Frühstück direkt an der staubigen Piste. Da wir ohnehin schon reichlich eingestaubt sind, macht es auch keinen Unterschied mehr ob auf dem Frühstück auch noch etwas Staub liegt. Unser Tagesziel, die Farm Otitotongue, ist vergleichsweise schnell erreicht. Wir werden herzlich empfangen … Continue reading

Zu Wasser und zu Lande – zu Gast bei den Pelikanen und Robben

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Mittwoch, 16.08.2006 Nach unserem gemütlichen Frühstück mit anschließendem ebenso gemütlichen Duschvorgang merken wir, dass unser Wecker falsch gestellt war – und wir jetzt schon viel zu spät dran sind, um noch halbwegs rechtzeitig zu unserem ersten Tagesziel, einer Bootsrundfahrt, zu kommen. Voller Optimismus – es war ja sonst nix los auf den Straßen die letzten 2000 Kilometer- stürzen wir ins Auto und zischen los. Es kommt wie es kommen muss. Auf der Straße nach Walvis Bay herrscht Stau. Schuld daran ist ein auf Grund gelaufener Riesenkahn, welcher als ungewollte Touristenattraktion die Straße an der Küste zum Verstopfen bringt. Doch mit Eva als rallye-tauglicher Kartenleserin und unter Bruch einiger geltenden Verkehrsregeln … Continue reading

Kalter Sand lässt grüßen

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

So stürmisch es in der Nacht war, so kalt ist es am Morgen. Beim Versuch, die Plane über dem zusammengeklappten Zelt zu verspannen, formen sich unsere Finger zu unbeweglichen Eiszapfen. Schlotternd vor Kälte kriechen wir ins Auto und sehen mit absoluten Panoramaplätzen einen fantastischen Sonnenaufgang mit hunderten Kilometern Weitblick ins Land. Diese unglaubliche Weite und Leere ist eine tolle Eigenschaft von Namibia. Der im Reiseführer als herausfordernde Anstieg genannte Pass (in unserem Fall Abfahrt) kann einen alpengewohnten Serpentinenkenner allerdings nicht sonderlich umhauen. An einer Stelle wird es für kurze Zeit, vielleicht ein paar hundert Meter, mit angezeichneten 16% durchaus etwas steiler. Schweißtropfen auf der Stirn bilden sich allerdings so keine. … Continue reading

Neblige Sonne und pfeifende Pässe

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Wie kann es anders sein, stehen wir wieder richtig früh um Fünf in der Früh auf. Schließlich wartet der berühmte Sonnenaufgang in der Wüste auf uns! Also, los gehts! Auf dem Weg zur Düne „Meile 42“ bemerken wir aufkommenden Nebel. Umso schneller stapfen wir dort angekommen die Düne hoch, ohne Frühstück und in der Kälte ein echtes hartes Unterfangen. Doch alle Rennerei hilft nicht, der Nebel ist deutlich schneller als wir. Und windig ist es dazu. So stehen wir zwei also morgens um sechs auf einer gottverlassenen Düne, während um uns der nasskalte Nebel pfeift und aus dem Sonnenaufgang ein Spektakel aus waberndem Licht zaubert. Es ist fantastisch, die Farben … Continue reading

Luftige Fahrten in der Wüste

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

An diese Morgen stehen wir ultrafrüh auf. Um fünf quälen wir uns aus dem Bett, Begeisterung für den kommenden Tag hin oder her. Wir werden, eingepackt in zehn Lagen Klamotten, pünktlich abgeholt und rumpeln durch die noch dunkle Wüste zum Treffpunkt der Ballonfahrer. Willem, unser „Fahrer“, klärt uns über ein paar wichtige Dinge auf… …und plötzlich schweben wir im Zickzack über die Wüste und schauen der Sonne beim Aufgehen zu, wunderschön!   Nach einer Weile des Cruisens machen wir eine holprige Sportslanding und genießen ein geradezu dekadentes Frühstück mitten im Nichts. Wer auch immer dem Ballonfahrer unseren Reisegrund verraten hat, denn plötzlich ruft dieser mittenrein: „Where are those honeymooners?“ Extra … Continue reading

Sand, Staub und Wüste – Willkommen im Sossusvlei

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Als wir aufwachen, sind wir uns einig die kälteste Nacht überstanden zu haben. Es ist wirklich saukalt gewesen, aller Gegenmaßnahmen zum Trotz. Doch schon während des Frühstücks kriecht die Sonne hoch, und kurze Zeit später sind wir wieder auf einer staubigen und heißen Schotterpiste unterwegs. Diesmal ist es die D707, welche uns durch eine fantastische Landschaft aus beginnenden Dünen, Gräsermeeren und Fels trägt. Wir beschließen, einen Abstecher zum Schloss Duwisib zu machen. Völlig unwirklich taucht dort – mitten im Sand uns Staub – ein Schloss auf. Ein etwas größenwahnsinniger deutscher Major hatte um 1920 die reichlich wirre Idee, auf afrikanischem Boden Baron zu spielen. Mit allem was dazugehört, viel Land, … Continue reading

Die Killer-Vögel von Lüderitz

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Federnd aus dem Dachzelt gekrabbelt, das selbige eingeklappt und schon befinden wir uns wieder auf der Piste – ein nicht auf der Karte eingezeichneter Privatweg führt uns am Oranje River entlang nach Rosh Pinah. Es ist eine unwirklich schöne Gegend, die uns in den Bann zieht. Der Himmel leuchtet klar blau, die aufgehende Sonne lässt die Berge rot und kupfern leuchten, darunter der erdige Boden.  Die Berglandschaft ist gleichermaßen toll wie zerklüftet. Die wilde Straße führt uns durch unzählige schlammige Riviere, und doch kommt später von Rosh Pinah bis Aus ein längeres Teerstück. Immerhin kommen uns auf dieser wichtigen Verbindungsstraße über 20 Fahrzeuge entgegen. Die ausgewaschenen Flussbetten, Riviere, haben es … Continue reading

Der Fish-River Canyon und die heissen Quellen vom Mond

© 2006 Vierfahrer. All rights reserved.

Nach einer kalten Nacht gönnen wir uns ein ausgiebiges Sonnenaufgangsfrühstück. Uns schwant, dass wir etwas leichte Schlafsäcke und zu dünne Kleidung dabei haben. Immerhin ein Grund mehr, sich im Zelt eng aneinander zu kuscheln. Die weitere Route bringt uns über Keetmanshoop bis zum zweitgrößten aller Canyons weltweit – wahrlich ein riesen Loch, was sich mit dem Fish River Canon da vor uns auftut. Wir genießen eine tolle Aussicht von verschiedenen Aussichtspunkten und können nur erahnen, wie weitläufig das Schluchtensystem ist. Eine Infotafel erzählt uns von mehrwöchigen Wanderungen am Flussbett entlang. Die Tatsache, dass es da unten jedoch keinerlei Infrastruktur, auch kein Wasser, sowie keine Aufstiegsmöglichkeit zwischendurch gibt, birgt ein gewisses … Continue reading